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Oktober 16, 2026

Brände in Entsorgungs- und Recyclingbetrieben gehören längst zum Alltag. Die Gefahren durch nicht fachgerecht entsorgte Batterien und Akkus steigen weiter und bereiten den Recyclingbetrieben Kopfzerbrechen. Die Müller-Guttenbrunn Gruppe setzt auf automatische Löschanlagen, laufenden Brandschutzübungen und Aufklärung.

Wo große Mengen an Altstoffen gesammelt, sortiert und aufbereitet werden, lauert die Brandgefahr an beinahe jeder Ecke und in jeder Halle. Trotz größter Sorgfalt und ausgefeilter Sortierverfahren treffen unterschiedlichste Materialien auf Förderanlagen, im Shredder oder bei der Lagerung aufeinander. Umso wichtiger ist es, mögliche Brandherde frühzeitig zu erkennen und im Ernstfall innerhalb kürzester Zeit reagieren zu können.

Kleine Akkus, große Gefahr

Eine der häufigsten Gefahrenquellen sind falsch entsorgte Batterien und Akkus, die trotz aller Sorgfalt in der Sortierung übersehen werden. Besonders gefährlich sind Lithium-Ionen-Akkus, die durch Beschädigung, Druck oder Kurzschlüsse starke Hitze entwickeln und sich entzünden können.

Erkennen, bevor es eskaliert

Test der Brandschutzanlage bei MGG Metrec

Die Müller-Guttenbrunn Gruppe beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Thema Brandschutz. Bereits 2014 wurde in der Elektroschrott-Shredderhalle von MGG Metrec in Amstetten eine Brandmeldeanlage installiert. 2019 wurde das System um eine automatische Löschanlage ergänzt, in die rund 175.000 Euro investiert wurden. Das System ist darauf ausgelegt, einen entstehenden Brand selbstständig zu erkennen und unmittelbar mit der Brandbekämpfung zu beginnen. Zum Einsatz kommt ein Wasser-Schaum-Gemisch. Ein entsprechend dimensionierter Wasservorrat ermöglicht einen Löschbetrieb von rund 30 Minuten. Damit kann die Anlage bereits eingreifen, bevor die Feuerwehr eintrifft und eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindern oder zumindest begrenzen. Bei MGG Polymers in Kematen werden zudem regelmäßig interne Brandschutzübungen durchgeführt.

Vorbeugen statt nur löschen

Wirksamer Brandschutz beginnt jedoch nicht erst bei der Löschanlage. Entscheidend sind ebenso die sorgfältige Handhabung und Lagerung der Materialien, die regelmäßige Kontrolle technischer Einrichtungen sowie die Aufmerksamkeit der Mitarbeiter. Klare Sicherheitsabläufe und ein geschärftes Bewusstsein für mögliche Gefahren tragen dazu bei, Risiken frühzeitig zu erkennen. Regelmäßige interne Übungen sorgen weiters dafür, dass die Mitarbeiter bei Ausbruch eines Brands richtig reagieren. Bis dato konnte mit diesen Maßnahmen Schlimmeres verhindert werden.

Fotos der BTF MGG Polymers von den Brandschutzübungen:

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